Dach

Obere Geschossdecke

Außenwand

Fußboden Erdgeschoss

Kellerdecke

Sonderbauteile

Bestandsbeschreibung

Bei der Sanierung von außen kann die vorhandene Dämmung zwischen den Sparren im Aufbau verbleiben, wenn sie noch funktionsfähig ist. Mit einer neuen, zusätzlich von außen aufgebrachten Aufsparrendämmung kann problemlos ein förderfähiger Dämmstandard erreicht werden. Die Tragkonstruktion wird vor Kälte und Feuchte geschützt. Es entstehen keine Wärmebrücken.

Wie wird gedämmt?

Bei alten Dächern ist die nach Gebäudeenergiegesetz (GEG) geforderte Luftdichtheit in der Regel nicht gegeben, auch wenn der Dachraum bereits ausgebaut ist. Bei der Sanierung wird eine Bahn unter der Aufsparrendämmung verlegt, die gleichzeitig die Funktion der Luftdichtheitsschicht und der Dampfbremse übernimmt. Dauerhafte luftdichte Anschlüsse an Traufe und Ortgang sind für die Funktionstüchtigkeit des Daches besonders wichtig. 

Wichtig: Die Ausführung muss luftdicht erfolgen, insbesondere im Anschlussbereich an angrenzende Bauteile, Kamine, Dachflächenfenster usw.

Dämmdicke

Die notwendige Dämmdicke ist abhängig davon, ob bereits eine Zwischendämmung vorhanden ist, sowie vom für die Aufsparrendämmung verwendeten Dämmstoff. Bei den meisten Dämmstoffarten wird eine Dämmstofflage von mindestens 10 cm empfohlen. Im Fall von Aufsparrendämmung aus Polyurethanplatten sind in Verbindung mit der Zwischensparrendämmung oft bereits Dämmdicken von 8 cm ausreichend, um U-Werte von ≤ 0,14 W/(m²·K) zu erreichen und damit die Sanierungsanforderungen nach GEG, BEG EM oder der ESanMV Energetische Sanierungsmaßnahmen-Verordnung zu erfüllen.

Alle Vorteile im Überblick:

  • Vorhandene Installationen bleiben unverändert. Das Hausinnere wird während der Dachsanierung durch Baulärm und Schmutz kaum beeinträchtigt.
  • Eine Aufdopplung der Sparren, wie sie bei einer Sanierung mit reiner Zwischensparrendämmung notwendig wäre, entfällt.
  • Aufsparrendämmungen dienen als Ersatz für die üblichen Massivholzschalungen, fungieren als Unterdeckung (für erhöhten Regenwasserschutz) und verbessern die Wärmedämmung. 
  • Die tragende Holzkonstruktion liegt im warmen Bereich und ist dadurch vor Tauwasser und Durchfeuchtung geschützt. 
  • Wenn geringe statische Reserven vorhanden sind, sind leichte Dämmplatten z. B. aus Polyurethan von Vorteil
  • Der CO2-Ausstoß wird reduziert
  • Die Energiekosten können deutlich reduziert werden
  • Zug- und Schimmelerscheinungen verschwinden. Zudem erhöht sich die Behaglichkeit im Winter aufgrund höherer Temperaturen an den Innenseiten der Dachschrägen. Auch der sommerliche Wärmeschutz wird wesentlich verbessert.

Förderung: 

Sämtliche Kosten dieser Maßnahme lassen sich steuerlich mit 20 % oder in der BEG, der Bundesförderung für effiziente Gebäude, mit bis zu 20 % (im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans iSFP) der Gesamtkosten in Form eines Investitionszuschusses fördern.

Die Abwicklung der BEG-Förderung erfolgt über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA.  Manche Städte oder Gemeinden bieten zusätzliche Förderungen an. Hilfe für die Förderanträge erhalten Sie von qualifizierten Energie-Effizienz-Experten. 

Kann ich selber dämmen? 

Nein. Unterstützende Tätigkeiten sind möglich. Kontaktieren Sie dazu Ihren Fachbetrieb.