Glossar
In diesem Glossar finden Sie eine umfassende Sammlung von Begriffen und Definitionen rund um das Thema Dämmung.
Alukaschiert
"Alukaschiert" bezieht sich auf die Beschichtung eines Dämmstoffes mit einer dünnen Schicht Aluminiumfolie oder Aluminiumbeschichtung. Polyurethanplatten gibt es mit oder ohne beidseitiger Alukaschierung
BAFA
Das BAFA steht für "Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle" und ist eine deutsche Bundesbehörde. Das BAFA ist verantwortlich für die Umsetzung verschiedener wirtschafts- und außenwirtschaftspolitischer Maßnahmen im Auftrag der Bundesregierung. ( https://www.bafa.de/DE/Home/home_node.html ) Förderanträge für energetische Sanierungen werden von Energieberatern bei der BAFA gestellt.
Baustoffklasse
Dämmstoffe sind klassifiziert in A- und B-Baustoffklassen. Dämmstoffe der Kategorie „A1“ bzw. „A2“ sind unbrennbar (in der Regel mineralisch), Dämmstoffe der Baustoffklasse „B1“ bzw. „B2“ sind organische Dämmstoffe und sind brennbar. Dämmstoffe der Baustoffklasse B3 dürfen nicht verwendet werden.
Behaglichkeit
Behaglichkeit bezieht sich auf das angenehme, komfortable und wohltuende Gefühl, das in einem Raum oder in einer Umgebung empfunden wird.
Bitumenbahn
Bitumenbahnen sind flache, flexible Baustoffe, die zur Abdichtung von Gebäuden und anderen Bauwerken verwendet werden. Im Gebäudebereich werden sie bei Flachdächern oder schwach geneigten Dächern eingesetzt.
Blindsparren
Blindsparren sind in der Architektur und beim Bauwesen eine spezielle Form von Dachsparren oder Konstruktionsbalken. Im Gegensatz zu herkömmlichen Sparren, die sichtbar sind und die Dachabdeckung stützen, sind Blindsparren nicht sichtbar, da sie unterhalb der Dachabdeckung oder Deckenverkleidung verborgen sind.
Brandklasse
Eine Klassifizierung von Baustoffen basierend auf ihrer Feuerbeständigkeit und ihrer Fähigkeit, die Ausbreitung von Bränden zu verhindern. Siehe aus „Baustoffklasse“
Dachbegrünung
Das Anpflanzen von Pflanzen auf einem Dach, das nicht nur die Wärmedämmung verbessert, sondern auch zur Luftreinigung und Ästhetik beiträgt. Aufgrund der Verdunstungskälte („Verdampfungsenthalpie“) senkt die Dachbegrünung die Lufttemperatur im Sommer und schafft ein angenehmes Mikroklima. Siehe auch unter „Klimafolgenanpassung“
Dämmsack
Ein Dämmsack - unter dem Namen "Thermobag" vertrieben - besteht aus zwei Folien: auf der Innenseite aus einer hoch-reißfesten Dampfbremse (sD-Wert 2 m äquivalente Luftschichtdicke) und auf der Außenseite aus einer diffusionsoffenen, wasserfesten und ebenfalls reißfesten Unterdeckbahn (sD-Wert 0,2 m äquivalente Luftschichtdicke), unten geschlossen.
Dämmstoffdichte
Die Masse des Dämmstoffs pro Volumeneinheit (in der Regel m³), die die Dämmfähigkeiten beeinflussen kann. Einblasdämmstoffe müssen mit einer jeweils speziellen Dichte eingebaut werden, damit sie sich im Laufe der Zeit nicht setzen können.
Dampfbremse
Eine Dampfbremse ist eine flächig zusammenhängende Schicht mit einem definierten Wasserdampfdiffusionswiderstand, welche die Diffusion von dampfförmigem Wasser aus Luft in ein Bauteil reduziert.
Dampfsperre
Als Dampfsperren bezeichnet man Folien aus diversen Materialien, die an der Dämmschicht eines Gebäudes angebracht werden. Sie verhindern, dass Feuchtigkeit in gedämmte Gebäudeteile eindringen kann und beugen so der Schimmelbildung vor.
Diffusionsoffene
Der Begriff "diffusionsoffen" bezieht sich auf die Fähigkeit eines Materials, Wasserdampf hindurchzulassen, während es gleichzeitig undurchlässig für flüssiges Wasser bleibt. Bekannt ist diese Eigenschaft auch aus der „Funktionskleidung“.
Energieeffizienz
Die Fähigkeit eines Gebäudes, Energieverluste zu minimieren und den Energieverbrauch für Heizung, Kühlung und Beleuchtung zu optimieren.
Energieeinsparung
Die Menge an Energie, die durch effektive Wärmedämmung und andere energieeffiziente Maßnahmen eingespart wird.
Feuchteschutz
Maßnahmen zur Verhinderung von Feuchtigkeitsproblemen in Dämmungen, die Schäden und Schimmelbildung verursachen können.
Firstpfettenbereich
Der Begriff "Firstpfettenbereich" bezieht sich auf einen spezifischen Bereich oder eine Zone in einem Dachstuhl oder einem Dachgebälk. Dieser Bereich befindet sich normalerweise am höchsten Punkt des Daches, wo die Firstpfette verläuft. Die Firstpfette ist ein horizontaler Balken, der entlang der Firstlinie des Daches verläuft und die oberen Enden der Sparren oder Dachbinder miteinander verbindet.
Heizenergie
Heizenergie ist die Energie, die benötigt wird, um ein Gebäude oder einen Raum auf eine angenehme und komfortable Temperatur zu erwärmen. Sie wird in der Regel in Einheiten wie Kilowattstunden (kWh) gemessen und dient dazu, die Raumtemperatur auf einem gewünschten Niveau zu halten, insbesondere während der kalten Jahreszeiten. . Gebäude werden meistens mit Heizöl, Erdgas, Pellets oder Strom beheizt. Es gilt: Der Brennwert von 1 m³ Erdgas entspricht ungefähr dem Brennwert von 1 l Heizöl bzw. 10 kWh Strom (auf- bzw. abgerundet)
Hydrophil
Der Begriff "hydrophil" beschreibt eine Substanz oder Oberfläche, die eine starke Affinität zu Wasser hat und gut mit Wassermolekülen interagiert. Löschpapier ist „hydrophil“.
Hydrophob
Der Begriff "hydrophob" wird verwendet, um eine Substanz oder Oberfläche zu beschreiben, die Wasser abweist oder nicht mit Wasser interagiert.
Hydrophobe Dämmstoffe
Dämmmaterialien, die wasserabweisend sind und Feuchtigkeitsprobleme in der Dämmung verhindern.
iSFP
Der individuelle Sanierungsfahrplan unterstützt Sie, die Sanierung Ihres Ein-, Zwei-, oder Mehrfamilienhauses Schritt für Schritt zu planen. Er gibt Ihnen außerdem einen langfristigen und detaillierten Überblick über mögliche Sanierungsmaßnahmen und deren Einsparpotenzial.
Kältebrücke
Ein Bereich, der einen erhöhten Wärmefluss aufweist und Wärmeverluste begünstigt, oft aufgrund von schlechter Dämmung. Kältebrücken im Gebäudebereich sind: Betonstürze, massive Mauern, Betondecken, u.v.a.m. Synonym für „Wärmebrücke“
Kälteschutz
Maßnahmen zur Vermeidung von Wärmeverlusten und kalten Temperaturen in einem Gebäude, oft durch Wärmedämmung. Synonym für „Wärmeschutz“
Kapillaraktive
Der Begriff "kapillaraktiv" bezieht sich auf die Fähigkeit eines Materials oder eines Baustoffs, Flüssigkeiten wie Wasser in seinen Kapillaren oder Poren zu transportieren und zu verteilen. Kapillaraktive Materialien haben die Eigenschaft, Flüssigkeiten aufgrund von Kapillarkräften zu absorbieren, zu speichern und gegebenenfalls wieder abzugeben. Löschpapier ist „kapillaraktiv“.
Kondensation
Wasser existiert in 3 Aggregatformen: als Wasserdampf – dieser ist trocken und unsichtbar, als flüssiges Wasser – auch in Wassertropfen, und als Eis – festes Aggregat. Kondensation bezeichnet die Fähigkeit des Wassers, die Aggregatform „Dampf“ in die Aggregatform „flüssig“ zu wechseln. Sichtbar ist die bei beschlagenen Fensterscheiben oder bei Tauwasser auf der kalten Wasserflasche, die man aus dem Kühlschrank nimmt.
Lambda
Der Begriff "Lambda" in Bezug auf Dämmung bezieht sich auf die Wärmeleitfähigkeit oder den Wärmedurchgangskoeffizienten (λ-Wert) eines Dämmmaterials. Der λ-Wert gibt an, wie gut ein Material Wärme leitet. Je niedriger der λ-Wert, desto besser ist die Dämmfähigkeit des Materials. Die Maßeinheit ist „W/mK“.
Luftdichtigkeit
Die Eigenschaft eines Gebäudes oder Bauteils, unkontrollierten Luftaustausch zu minimieren, um Wärmeverluste zu reduzieren. Die Haut eines Luftballons ist luftdicht. Ein Sieb ist es nicht.
Mauerkrone
Die Mauerkrone ist der obere Abschluss einer Mauer oder eines Mauerwerks. Sie bildet die Oberseite der Mauer.
Minimalinvasiv
Der Begriff "minimalinvasive Dämmung" bezieht sich auf eine Methode der Wärmedämmung von Gebäuden, bei der die äußere Gebäudehülle mit minimalen Eingriffen oder Veränderungen versehen wird, um die Wärmedämmung zu verbessern. Alle Einblasdämmverfahren sind minimalinvasiv.
Perimeterdämmung
Die Dämmung entlang der äußeren Perimeter (Umfang) eines Gebäudes, um Wärmeverluste in den Boden zu minimieren. Perimeterdämmung ist die Dämmung der Kellerwände zum Erdreich hin bzw. unter der Betonplatte, auf der das Gebäude ruht.
Primärenergieinhalt
Der Primärenergiegehalt ist eine Kennzahl, die den Energiegehalt eines Rohstoffes oder Energieträgers in seiner ursprünglichen Form angibt, bevor er in verschiedene Energieformen umgewandelt oder verarbeitet wird. Dieser Wert ist wichtig, um den Gesamtenergieverbrauch und die Energieeffizienz von verschiedenen Energiequellen zu bewerten.
Rohdichte
Die Rohdichte, auch als Dichte oder Massendichte bezeichnet, ist eine physikalische Größe, die das Verhältnis der Masse eines Stoffes zu seinem Volumen beschreibt. Sie wird oft in Kilogramm pro Kubikmeter (kg/m³) oder Gramm pro Kubikzentimeter (g/cm³) gemessen.
Schwemmstein
Ein Schwemmstein, auch als Kieselstein oder Flussstein bezeichnet, ist ein Gesteinsfragment, das durch die Erosion von Felsen oder Gesteinsschichten in Flüssen, Bächen oder anderen Gewässern abgerundet wurde.
Sparrenexpander
Ein Sparrenexpander ist ein Bauelement, das in der Dachkonstruktion von Gebäuden verwendet wird, um die Dachsparren zu stabilisieren und den Einbau von Dämmmaterial zwischen den Sparren zu erleichtern.
U-Wert
Ein Maß für den Wärmeverlust durch ein Bauteil, wie Wände, Dächer oder Fenster. Je niedriger der U-Wert, desto besser ist die Dämmleistung. Wird in der Einheit Watt pro Quadratmeter Kelvin (W/m²·K) angegeben. Je niedriger der U-Wert, desto besser ist das Bauteil.
Umkehrdach
Ein Umkehrdach, auch als umgekehrtes Dach oder umgekehrte Dachabdichtung bezeichnet, ist eine spezielle Art der Dachkonstruktion, bei der die übliche Reihenfolge der Dachschichten umgekehrt wird. Im Gegensatz zu herkömmlichen Dächern, bei denen die wasserundurchlässige Schicht (in der Regel Dachabdichtung oder Dachhaut) unterhalb der Wärmedämmung angebracht ist, wird beim Umkehrdach die Dachabdichtung über der Dämmschicht platziert. Umkehrdächer werden mit XPS-Platten hergestellt.
Wärmebrücke
Ein Bereich in der Gebäudehülle, der einen höheren Wärmefluss aufweist als die umgebende Fläche, was zu Wärmeverlusten führen kann. Synonym für „Kältebrücke“.
Wärmeleitfähigkeit
Ein Maß für die Fähigkeit eines Materials, Wärme zu übertragen. Geringere Wärmeleitfähigkeit bedeutet eine bessere Dämmleistung. Siehe auch „Lambda“
Wärmeschutz
Wärmeschutz ist der Schutz eines Gebäudes gegen übermäßiges Abfließen oder Eindringen von Wärme.
Wärmespeicherkapazität c
Die Wärmespeicherkapazität, auch als Wärmekapazität oder thermische Kapazität bezeichnet, ist eine physikalische Eigenschaft eines Materials oder eines Systems, die angibt, wie viel Wärmeenergie, gemessen in Joule es aufnehmen kann, wenn die Temperatur um 1°K pro kg steigt.
Wärmespeicherung
Die Fähigkeit eines Materials, Wärme zu absorbieren und über einen längeren Zeitraum zu speichern. Siehe auch „Wärmespeicherkapazität“
Wärmeübertragung
Der Prozess, durch den Wärme von einem Bereich mit höherer Temperatur zu einem Bereich mit niedrigerer Temperatur fließt.
Wasserdampfdiffusionswiderstand μ
Der Wasserdampfdiffusionswiderstand, oft als "μ-Wert" oder "Diffusionsäquivalenzwiderstand" bezeichnet, ist eine Kenngröße, die in der Bauphysik und Baustofftechnik verwendet wird. Er beschreibt die Fähigkeit eines Baustoffes oder Bauteils, den Durchgang von Wasserdampf durch seine Oberfläche zu behindern. Der Wasserdampfdiffusionswiderstand gibt an, wie gut ein Material die Diffusion von Wasserdampf einschränken kann.
WDVS
Eine Methode, bei der Dämmstoffe auf die Außenwände eines Gebäudes aufgebracht werden, um den Energieverbrauch zu reduzieren und den thermischen Komfort zu verbessern. (Wärmedämmverbundsystem). Hierbei werden Dämmstoffe auf die Außenwand geklebt, ggfs. verdübelt und anschließend verputzt (= „Verbund-System). Die Dämmstoffe gehen dabei mit dem Kleber und dem Putz eine meist untrennbare Verbindung ein.