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Kellerabgang dämmen

Bestandsbeschreibung

Kellerabgänge bestehen meistens aus Bretterverschlägen mit eingesetzten Holztüren und sind nicht gedämmt. Zwischen den Holzbrettern und zwischen Tritt- und Setzstufen gibt es Fugen, durch die warme Luft in den Kellerabgang und kalte Luft in den Wohnbereich gelangen kann. Ein Wärmeschutz ist so gut wie nie vorhanden. Die Wärmeverluste sind enorm.

Durch undichte Stellen und fehlende Dichtungen gelangt Zugluft in den Wohnbereich, welche die Wärmeverluste verstärkt und den Wohnkomfort beeinträchtigt.

Wie wird gedämmt?

Um den Wärmeverlust zu reduzieren und den Wohnkomfort zu verbessern, sollte der Treppenabgang in den Keller effektiv gedämmt werden. :

Zunächst sollte der Zustand des Treppenabgangs überprüft und eventuell vorhandene Schäden oder Undichtigkeiten beseitigt werden. Anschließend werden  die Dämmstoffe  auf der „kalten Seite“ des Abgangs (also im Kellerabgang selber) d angebracht. Hierfür bieten sich Dämmplatten aus Phenolharz WLS 021 oder Polyurethan (PU) WLS 023 an, die entweder verklebt oder verschraubt werden können.

Alternativ kann auch PU-Sprühdämmung aufgesprüht werden.

Die Holztreppenstufen sollten ebenfalls gedämmt werden. Auf möglichst luftdichte Ausführung ist zu achten.

Im nächsten Schritt wird die Dämmung mit geeigneten Materialien, wie beispielsweise Trockenbau oder Gipskartonplatten, verschlossen. Dadurch wird die Dämmung vor Beschädigungen geschützt und eine saubere Optik erzielt.

Es können auch Gipskarton- oder Gipsfaserplatten unter die Treppenstufen installiert und die so entstandenen Hohlräume anschließend mit Faserdämmstoffen ausgeblasen oder mit Matten- oder Stopfdämmstoffen fugenfrei ausgestopft werden.

Zusätzlich sollten die Türen am Treppenabgang auf ihre Abdichtung überprüft werden. Gegebenenfalls können neue Dichtungen angebracht werden, um das Eindringen von kalter Luft zu verhindern. Auch die Holztüren werden auf der kalten Seite mit Dämmplatten versehen.

Dämmdicke

Die Dicke der Dämmplatten sollte so dick wie möglich gewählt werden. Es ist unbedingt auf luftdichte Ausführung zu achten. Diese erreicht man mit Klebebändern und geeigneten Abdicht-Materialien wie Acryl- oder Silikonmasse. Da wenig Platz zur Verfügung steht, sollten sehr hochwertige und gut-dämmende Dämmstoffe wie Polyurethan (alukaschiert) WLS 023 oder Phenolharz WLS 021 verwendet werden.

Beim Einblasdämmstoff kommt die Dicke auf den entstehenden Hohlraum an.

Alle Vorteile im Überblick

Niedrigere Heizkosten: Es kann eine Heizkosteneinsparung von bis zu 5% erreicht werden.

Weitere Vorteile:

  • Energieeinsparung  
  • Verbesserter Wohnkomfort und angenehme Raumtemperatur im Keller
  • Schutz vor Feuchtigkeit und bessere Raumluftqualität
  • Verlängerte Lebensdauer der Gebäudestruktur
  • Umweltfreundlich und Beitrag zum Werterhalt des Gebäudes
  • Vermeidung von Zugluft und Kältebrücken.

Förderung: diese Maßnahme wird als Einzelmaßnahme leider nicht gefördert, verbessert jedoch die Gesamt-Performance im Zuge einer KfW-Sanierung (auf KfW-x-Standard)

Kann ich selber dämmen? Ja. Dämmplatten können selber installiert werden. Auch der entstandene Hohlraum zwischen Gipskartonplatten und Treppenstufen kann selber ausgestopft werden. Das Einblasen von Faserdämmstoffen in diesen Hohlraum kann allerdings nur ein Einblas-Fachbetrieb durchführen. Das Anbringen der Gipskartonplatten kann in Eigenleistung durchgeführt werden, für das Einblasen benötigt man jedoch ein Fachbetrieb.

Für PU-Sprühdämmung wird ein Spezialunternehmen wie www.pluimers.de oder https://grozema.de/ benötigt.

Dämmstoffe: Plattendämmstoffe: Phenolharz WLS 021, Polyurethan WLS 023 (alukaschiert), 

Stopf-Dämmstoffe: Mineralwolle, Hanf,

Einblasdämmstoffe: Zellulose, Glaswolle

PU-Sprühschaum

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von unten mit PU-Schaum gedämmte Holztreppe
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Kellerabgang mit PU-Sprühdämmung gedämmt
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Kellerabgang dämmen
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Kellerabgang dämmen
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ungedämmter Kellerabgang